Deutscher Gewerkschaftsbund

04.09.2018
DGB Oberpfalz

Antikriegstag in der Oberpfalz

In vielen Städten in der Oberpfalz fanden rund um den 1. September Veranstaltungen zum Antikriegstag statt.

Rund um den 1. September 2018 fanden in vielen Städten in der Oberpfalz Veranstaltungen zum Antikriegstag statt, darunter in Neunburg vorm Wald, Weiden, Cham und Regensburg.

Am Antikriegstag gedenken die Gewerkschaften an das Grauen und das unermessliche Leid der beiden Weltkriege, die über 80 Millionen Tote gefordert haben. Jährlich erinnert der DGB am 1. September daran, dass es dieser Tag war, an dem Nazi-Deutschland mit seinem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg entfacht hat. Gerade in diesem Jahr haben wir besonderen Anlass den Antikriegstag als Tag des Mahnens vor den zerstörerischen Folgen von besinnungslosem Nationalismus und Faschismus zu begehen. Denn 2018 jährt sich das Ende des ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Das ist die unumstößliche Lehre, die wir Gewerkschaften aus den Weltkriegsschrecken des 20. Jahrhunderts gezogen haben. Dazu bekennen wir uns, dafür steht die Gewerkschaftsbewegung weltweit.

Die Friedensinitiative in Cham lud in Zusammenarbeit mit dem DGB Kreisverband Cham bereits zum 15. Mal in Folge zur Gedenkveranstaltung  auf den „Platz der Menschlichkeit“ im Spitalgarten. Neben der Begrüßung durch Stadt- und Kreisrat Edi Hochmuth (SPD) und Grußworten von dem stellvertretenden Landrat Markus Müller sprachen Kai Heidemann (Jugendrat Cham) und DGB-Regionssekretärin Katja Ertl mahnende Worte des Gedenkens. „Die richtigen Worte zu finden für diese Grausamkeit ist eigentlich nicht möglich. Wir gedenken hier und heute der Menschen, die zu Tode gequält wurden und denen unvorstellbares Leid zugefügt wurde. Wir gedenken auch derjenigen, die – wenn sie diese schreckliche Zeit überlebt haben – an den Folgen zerbrochen sind. Wir verbeugen uns vor den Opfern, vor ihrem Leid und vor ihrer Verzweiflung, aber auch vor ihrer Hoffnung und ihrem Mut.“, so Ertl. Für die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung sorgte Siegi Mühlbauer. 

Gedenkveranstaltung in Cham

Gedenkveranstaltung in Cham DGB

Gedenkveranstaltung in Cham

Gedenkveranstaltung in Cham DGB

Geschichte vor Ort lebendig werden lassen war das Ziel einer Antikriegstags-Stadtführung mit Historiker Rainer Ehm in Regensburg, die der DGB Kreisverband in Regensburg organisierte. In Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung nahm Rainer Ehm die Teilnehmer_innen mit auf eine Reise durch die Regensburger Kriegsgeschichte. Nicht nur durch Erzählungen, sondern auch durch Zitate und besondere Einblicke in vielfältige Geschehnisse machte der Historiker die Zeit der Weltkriege in Regensburg nachvollziehbar. An mehreren Stellen der Altstadt wurden vom Krieg hinterlassene Spuren gesucht und dabei auch die Regensburger Randbezirke nicht vergessen. Ein Schwerpunkt der Darstellung war auch die Geschichte der Linken in Regensburg, ein weiterer die Zeit des Nationalsozialismus. Im Anschluss an die Stadtführung fand am Dachauplatz – den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung – ein kurzes Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege statt.

Stadtführung in Regensburg

Stadtführung in Regensburg DGB


Nach oben