Deutscher Gewerkschaftsbund

22.10.2016

Jubiläumskonferenz der bayerischen DGB-Ehrenamtlichen Vorsitzenden

von: Peter Hofmann

Nürnberg.  Stolz war Matthias Jena über die Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Konferenz der Ehrenamtlichen im DGB Bayern“. Der Vorsitzende der DGB Bayern konnte ca. 180 Aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Nürnberg begrüßen, die in den DGB Orts-, Stadt- und Kreisverbänden ehrenamtlich mitarbeiten.

Jena ging in seinem Rückblick auf die Themen aus zehn Konferenzen ein, warf einen kritischen Blick auf die letzte DGB Organisationsreform, um festzustellen dass das ehrenamtliche Engagement im DGB Bayern seit Jahrzehnten funktioniert. Waren es früher die so genannten DGB Ortskartelle, die sich kommunalpolitisch einmischten und organisationspolitisch auftraten sind es heute die Stadt- und Kreisverbände, die diese Aufgaben satzungsgemäß übernommen haben. Die notwendige hauptamtliche Unterstützung werde von den DGB Regionsbüros zuverlässig geleistet. Insofern sei der DGB Bayern in der Fläche nach wie vor gut aufgestellt.

Der Auftritt des DGB Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann war Highlight der Veranstaltung. Er behandelte in seiner eineinhalbstündigen Grundsatzrede fast alle gewerkschafltichen Themen. Er wies auf die Notwendigkeit einer stabilen Mitgliederentwicklung hin. Hoffmann sprach von der paritätischen Finanzierung des Krankenkassenbeitrages und der Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus, über die Unsitte der Tarifflucht von Arbeitgebern, der Richtigkeit einer gerechten Steuerpolitik bis hin zur unsäglichen, weil menschenverachtenden, Entwicklung des Rechtspopulismus alá AfD. In der anschließenden Diskussion standen jedoch die Freihandelsabkommen TTIP & CETA, bzw. die gewerkschaftliche Positionierung dazu, im Mittelpunkt. Auf die mehrfach geäüßerte Kritik, dass der DGB erst am 17. September gegen CETA demonstriert und kurz danach der Vorsitzende seine Zustimmung zu CETA erklärt, erwiderte Hoffmann, dass aufgrund der erfolgreichen Demos Bewegung in die Verhandlungen mit Kanada gekommen sei. Durch das Aus von privaten Schiedsgerichten und die Ratifizierung der ILO-Kernarbeitsnormen durch Kanada seien die wesentlichen gewerkschaftlichen Forderungen erfüllt. Hoffmann befürwortet, die Chance zu ergreifen positive Standards im Welthandel zu setzen. Das treffe zwar für CETA, aber nicht für TTIP zu.

Bild

Bildunterschrift: Dies sind die Ehrenamtlichen aus der DGB Region Oberpfalz,
mit Rainer Hoffmann (Bundesvorsitzender), Matthias Jena (Bezirksvorsitzender Bayern), Christian Dietl (Geschäftsführer Oberpfalz), Peter Hofmann und Andreas Schmal (Regionssekretäre Oberpfalz)
DGB Oberpfalz


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