Deutscher Gewerkschaftsbund

25.04.2017
DGB Kreisverband Regensburg

Regensburg - Gedenkweg für die Opfer des Faschismus

Vereint beging die Stadtgesellschaft den Regensburger Gedenkweg für die Opfer des Faschismus. Der DGB gestaltet dieses Gedenken gemeinsam mit der Stadt Regensburg, der katholischen und evangelischen Kirche, der Arbeitsgemeinschaft ehemaliges KZ Flossenbürg, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), der Jüdischen Gemeinde und den Zeugen Jehovas.

Zu Beginn schlug Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer den Bogen in die Gegenwart. Beispiele wie die Türkei zeigten, dass die Demokratie immer verteidigt werden müssten. Hans Pelanda (Ehrenvorsitzender der ArGe Flossenbürg) erinnerte an die verstorbenen, letzten Zeitzeugen des ehemaligen Aussenlagers des KZ Flossenbürg "Colosseum", Herrn Tadeusz Sobolewicz und Herrn Zbigniew Kolakowski.

200 Personen gingen nach den Eröffnungsworten von Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und Hans Pelanda  vom Gedenkstein für das ehemalige Aussenlager des KZ Flossenbürg "Colosseum" in Stadtamhof den gemeinsamen Weg.

Generalvikar Michael Fuchs stelle vor dem Westportals fest, dass jeder die Wahl habe. Die Wahl, seine Nachbarn zu verfolgen, oder die Wahl, sich aufzulehnen gegen ein Unrechtsregime.

Am Neupfarrplatz redete Katja Ertl, Jugendsekretärin des DGB Oberpfalz zu den Teilnehmenden. "Das individuelle Asylrecht sei eine der wichtigsten Lehren, die man aus Verfolgungen und Terror der NS-Herrschaft gezogen habe. Und ebenso wie jene Mitglieder der Neupfarrplatzgruppe sich aus unterschiedlichsten Motiven gegen Terror und Verfolgung gestellt und das zum Teil mit dem Leben bezahlt hätten, gelte es auch heute, menschenverachtende und ausgrenzende Ideologien zu bekämpfen."

An der Jüdischen Gemeinde berichtete Ilse Danziger vom Neubau der Synagoge und des Gemeindezentrums.

Die Zeugen Jehovas erinnerten vor der Gedenktafel im Minoritenweg an die Opfer, die ihre Mitglieder aufgrund ihres Glaubens erbracht haben.

Der Abschluss des Gedenkweges fand am Dachauplatz statt. Einzigartig in Deutschland wurde er nach dem Krieg zum Gedenken an das Leid nach dem Standort des KZ Dachau benannt. Hier beendete Luise Gutmann (VVN-BdA) die Veranstaltung mit dem Hinweis auf den Schwur von Buchenwald.

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

 

Katja Ertl am Neupfarrplatz

Katja Ertl am Neupfarrplatz DGB Oberpfalz


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