Deutscher Gewerkschaftsbund

05.06.2018
DGB-Region Oberpfalz

Protest gegen die AfD in Lappersdorf

1.500 Menschen protestieren gegen die Veranstaltung der AfD in Lappersdorf

von KErtl

Am Samstag beteiligten sich 1.500 Menschen an einem bunten Protest gegen eine Saalveranstaltung mit Björn Höcke (AfD) im Aurelium in Lappersdorf. Auch die DGB-Region Oberpfalz hat zu dem Protest aufgerufen und in einem Redebeitrag deutlich gemacht, dass die AfD in Lappersdorf nicht willkommen ist. Die Demonstration „Bass gegen Hass“ von „Kei­ne Bedienung für Nazis“ startete am Hauptbahnhof und mündete in Stadtamhof in den Demonstrati­onszug der Initiative gegen Rechts. Auf dem Weg nach Lappersdorf schlossen sich viele Anwohnerinnen und Anwohner an. In Lappersdorf stieß der Demonstrationszug dann am Vorplatz des Aureliums zur Kundge­bung der SPD Lappersdorf. Rednerinnen und Redner der SPD, Bündnis90/Die Grünen und vieler weiterer Organisationen zeigten klare Kante gegen die AfD.

 

Rednerin Katja Ertl

Rednerin Katja Ertl DGB

DGB-Organisationssekretärin Katja Ertl prangerte in ihrem Redebeitrag an, dass die AfD als Partei der „kleinen Leute“ auftritt, bei vielen vielleicht sogar als Partei der Arbeiterinnen und Arbeiter und vorgibt sich für eine Verbesserung der Lebensumstände von Beschäftigten einzusetzen. Doch sozialpolitische und arbeitsrechtliche Forderungen seien innerhalb der AfD kaum zu vernehmen. Wenn sie überhaupt Erwähnung fänden, werden Arbeitnehmer_innenrechte als bürokratische Hindernisse dargestellt. „Aber wir brauchen keine Vereinfachungen beim Mindestlohn, wir brauchen keine Vereinfachungen beim Arbeitsschutz. Und erst recht brauchen wir keine Betriebsräte, die auf den rechten Listen der AfD kandidieren und unsere gewerkschaftlichen Positionen bekämpfen“, so Ertl.

 

Demonstranten

Demonstranten DGB

Der DGB beobachtet die Entwicklung rechter Ideologien innerhalb unserer Gesellschaft seit jeher. Besonders erschreckend ist die Aggressivität und Salonfähigkeit des Rassismus bei der AfD. Die Positionen der AfD stehen im völligen Gegensatz zu unseren Vorstellungen von einer pluralistischen und solidarischen Gesellschaft. Wo wir als Vertreterin von über 6 Millionen Gewerkschaftsmitgliedern für solidarische, faire Bedingungen für alle Menschen streiten, propagiert die AfD eine Strategie voller Missgunst und Hass. Wo Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter seit Jahren langfristige und durchdachte Antworten entwickelt haben, kommt die AfD mit ihren „schwach gegen schwächer“-Parolen um die Ecke. Und wo die Gewerkschaft für soziale Gerechtigkeit für alle kämpft stellt die AfD zuallererst die Frage nach Nationalität oder Religion. Das ist für uns nicht akzeptabel. Wir weigern uns, diese Partei als Mitspielerin im demokratischen System anzuerkennen. Denn die Lösungsvorschläge der AfD mögen einfach klingen, sind aber in weiten Teilen darauf abgestellt, eine Welt wider unserer solidarischen, gerechten und demokratischen Grundhaltung zu erzeugen.

 

 


Nach oben