Deutscher Gewerkschaftsbund

21.12.2018
DGB KV Cham und OK Furth im Wald

Nikolausaktion in Cham und Furth im Wald

Bei einer Nikolausaktion verteilten Mitglieder des Ortskartells Furth im Wald und des Kreisverbands Cham beim Christkindlmarkt eine Postkarte mit Schoko-Nikolaus zum Thema Rente.

Bei einer Nikolausaktion verteilten Mitglieder des Ortskartells Furth im Wald und des Kreisverbands Cham beim Christkindlmarkt eine Postkarte mit Schoko-Nikolaus zum Thema Rente. „Gut leben von meiner Rente - das  muss doch drin sein“, forderte der DGB Ortskartellvorsitzende Herbert Breu. Durch gute Arbeit bessere Renten schaffen, die gesetzliche Rente stärken und kleine Renten deutlich aufwerten.

Die Generation unserer Eltern konnte sich noch darauf verlassen, dass sie nach einem ausgefüllten Arbeitsleben auch eine gute Rente erhalten würde. Das sollte in einem so reichen Land wie Deutschland keine Utopie sein. Fakt ist jedoch, dass immer mehr Menschen im Rentenalter auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind. Das Erwerbsleben hat sich für viele  dramatisch geändert. Das sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeitsverhältnis ist längst keine Normalität mehr. Teilzeitarbeit – oft unfreiwillig, prekäre, sozial nicht oder nur unzureichend abgesicherte Beschäftigung sowie niedrige Entgelte, unzureichende Lohnsteigerungen und geringe Tarifbindung sind die Hauptfaktoren, die zu Erwerbsarmut führen. Aus Erwerbsarmut entsteht Altersarmut. Armut im Alter ist aber nicht nur ein Problem von Menschen, die Mindestlohn beziehen. Vielmehr ist Altersarmut bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viele Beschäftigte, die ein Leben lang hart gearbeitet und in ihrer Branche durchschnittlich verdient haben, sind gegen Altersarmut nicht gefeit.

Mit dem jetzt verabschiedeten Rentenpakt stoppt die Bundesregierung erst einmal den Sinkflug der gesetzlichen Rente und begibt sich zurück auf den Weg Richtung Vertrauen, Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit der Alterssicherung. Das ist ein guter Anfang, aber für die Wende in der Rentenpolitik braucht es mehr. Der DGB begrüßt die Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus bei 48 Prozent. Jetzt gilt es, dieses Rentenniveau dauerhaft, also auch für den Zeitraum nach 2025, zu sichern und wieder anzuheben. Die gleichzeitig gesetzte Beitragssatzgrenze von 20 Prozent liegt allerdings vor allem im Interesse der Arbeitgeber und gefährdet eine nachhaltige Stabilisierung der Rentenversicherung.                                                                              

Regionssekretärin Katja Ertl begrüßt ausdrücklich die Leistungsverbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten. „Davon sollten aber nicht nur Menschen profitieren, die ab 2019 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente gehen müssen, sondern auch die Bestandsrentner. Sie dürfen nicht leer ausgehen, da wir schon jetzt ein massives Armutsproblem bei Erwerbsminderungsrentnern haben. Deshalb müssten auch endlich die Rentenabschläge von 10,8 Prozent für alle abgeschafft werden. Wer wegen Krankheit oder Behinderung seine Arbeit nicht mehr ausüben kann, darf nicht mit denselben Abschlägen belegt werden wie jemand, der freiwillig früher in Rente geht“.                                                                                                                                        

Begrüßt wurde auch die weitere teilweise Angleichung der Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder - die sogenannte, Mütter-Rente II. Die Mütter-Rente aus Beitragsmitteln zu finanzieren ist allerdings ein großer Fehler. Kindererziehung zu honorieren ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die deshalb aus Steuermitteln bezahlt werden muss. 

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